Dies ist die Begründung, die von einem Mitglied des Vereins Mensa in Deutschland (MinD) e. V. für die Nominierung von Edward Snowden für den IQ-Preis eingereicht wurde:

Nominierung für den Deutschen IQ-Preis / Kultur und Medien

Für den Deutschen IQ-Preis von Mensa in Deutschland e.V. in der Kategorie „Kultur und Medien“ nominiere ich den ehemaligen amerikanischen Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden.

Mit seinen zahlreichen Enthüllungen hat er ganz besonders in Deutschland ein bisher nie dagewesenes Maß an Überwachung unbescholtener Bürgerinnen und Bürger aufgedeckt und so zum Gegenstand einer öffentlichen Diskussion gemacht, die über Jahre und Jahrzehnte nachwirken wird. Dass Edward Snowden hochintelligent ist, zeigt nicht zuletzt seine abenteuerliche Flucht, bei der er eine Supermacht, die praktisch über unbegrenzte wirtschaftliche und militärische Ressourcen verfügt, an der Nase herumführte. Allein die Beschaffung der Informationen über die illegalen Überwachungsprogramme der NSA und anderer Agenturen ist angesichts zweifellos vorhandener extremer Sicherungsmaßnahmen eine intellektuelle Meisterleistung. Snowden hat eine sichere berufliche Karriere aufgegeben und er wird vielleicht lebenslang ein Gejagter der Geheimdienste sein. Er hat seine höchst brisanten Informationen so geschickt verteilt, dass auch seine mögliche Ausschaltung weitere Enthüllungen nicht mehr verhindern kann. Wenn in den letzten Jahren jemand seine hohe Intelligenz ohne Rücksicht auf persönliche Nachteile und Gefahren mutig in den Dienst der Allgemeinheit gestellt hat, dass er dafür eine Auszeichnung verdient, dann ist es Edward Snowden.

Anm.: Es gibt noch einen weiteren Nominierungstext, denn Snowden wurde von zwei verschiedenen Mensa-Mitgliedern unabhängig voneinander für den IQ-Preis 2014 nominiert. Dieser zweite Text liegt uns bisher leider nicht vor.




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